Da hat man jahrelang die Schulbank gedrückt und dann gerät der eigene Jahrgang nach dem Abi bei den jüngeren Mitschülern und Lehrern schnell in Vergessenheit? Das muss nicht sein! Wer der Weisheit „aus den Augen, aus dem Sinn“ ein Schnippchen schlagen möchte, sorgt einfach dafür, dass er nicht komplett aus dem Blickfeld der Anderen verschwindet. Im Falle des Schulabschlusses am Gymnasium kommt als sichtbarer und ansprechender Nachlass ein sogenanntes Abi-Denkmal infrage. Mittlerweile gönnen sich viele Jahrgänge das Vergnügen, ein solches zu kreieren, um so das Andenken an die eigene Stufe zu wahren. Wie ein Abi-Denkmal aussehen könnte und wie ihr seine Errichtung planen könntet, lest ihr jetzt!

Abi-Denkmal planen

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Wie wollen und dürfen wir uns verewigen?

Rein theoretisch kann ein Abi-Denkmal unzählige Formen annehmen: Es kann ein Gemälde sein, eine Tafel mit Gravur, eine Skulptur, ein verwendbarer Gegenstand, der zum Beispiel auf dem Schulhof noch einen Nutzen für die anderen Schüler bietet, und vieles andere, was das Potenzial hat, auf schöne Weise an euren Jahrgang zu erinnern. Vielleicht passt das Abi-Denkmal zu eurem Abi-Motto und hat einen persönlichen Touch – etwa, indem ihr in einem Gemälde euer Motto aufgreift und alle eure Mitschüler unterschreiben dürfen oder zumindest namentlich genannt werden. Oder ihr haltet euer Abi-Denkmal eher schlicht und setzt damit ein Statement.
Nicht alles, was euch am besten gefallen mag, ist aber zwangsläufig auch für eure Schule, an der das Abi-Denkmal schließlich verweilen soll, und für die Verantwortlichen an der Schule okay: Daher seid ihr darauf angewiesen, Rücksprache mit der Schulleitung und ggf. anderen weiteren Stellen zu halten. Möglicherweise gibt es an eurer Schule aber auch schon eine gewisse Tradition in Hinblick auf das Abi-Denkmal: Dann wisst ihr schon einmal im Groben, was an euer Schule möglich sein könnte, und müsst wahrscheinlich nur noch Details in einem vorgelagerten Gespräch mit den Verantwortlichen klären. So oder so: Achtet darauf, dass ihr wisst, in welchem Rahmen alles abzulaufen hat, und haltet euch auch tatsächlich an die Spielregeln. Überlegt euch aber gleichzeitig natürlich auch, welches regelkonforme Abi-Denkmal euch – wenn ihr nach Jahren mal wieder eurer alten Schule einen Besuch abstattet – besonders ansprechen und rühren könnte.

Planung für das Abi-Denkmal

Die Abi-Zeit ist auch die Zeit der Abi-Komitees: Rund um den Schulabschluss gibt es viel zu organisieren – angefangen bei der Abi-Zeitung, über die Abi-Partys bis hin zum Abi-Ball. Bildet ihr für jeden Organisationspunkt ein Komitee, hat dies den Vorteil, dass alle Aufgaben klar verteilt sind, und ihr viel einfacher planen könnt, da nicht zu viele Köche den Brei verderben. Es liegt also nahe, auch für das Abi-Denkmal ein Komitee zu gründen. Über grundsätzliche und große Entscheidungen – etwa, ob das Abi-Denkmal ein Gemälde, eine Skulptur oder etwas ganz anderes sein soll, – könnt ihr die ganze Stufe abstimmen lassen, solange für die Schulleitung alle zur Wahl stehenden Optionen grundsätzlich infrage kommen. Das Komitte widmet sich der Abstimmung mit der Schulleitung und mit möglicherweise weiteren Involvierten, den Entwürfen für das Abi-Denkmal, über die erneut abgestimmt werden kann, und schlussendlich auch um die Herstellung des Denkmals.
Da es vor allem bei den Entwürfen und der Herstellung recht kreativ und zudem handwerklich zugehen könnte, ist es sicherlich von Vorteil, wenn auch Schüler mit künstlerischer Ader und mit handwerklichem Geschick im Komitee für das Abi-Denkmal vertreten sind. Damit das Abi-Denkmal aber nicht zu einem Werk von Wenigen wird, ist es besonders schön, wenn jeder aus der Stufe zumindest einen kleinen Teil beisteuern kann: etwa eine Unterschrift.
Möchtet ihr sicherstellen, dass euer Abi-Denkmal noch intensiver die Beteiligung aller Schüler widerspiegelt, könntet ihr alternativ auch auf ein gesondertes Abi-Denkmal-Komitee verzichten und versuchen, das Abi-Denkmal komplett mit allen Mitschülern gemeinsam zu basteln. Dies ist auf den ersten Blick eine besonders tolle Idee, da so eure Gemeinschaft symbolisiert wird. Je nachdem wie viele Leute euer Jahrgang umfasst, ist es aber oft schlichtweg nicht möglich oder zumindest schwer umsetzbar, alle an der Herstellung des Denkmals teilhaben zu lassen. Oder habt ihr es schon einmal geschafft, mit vielleicht 60 bis 80 Leuten zum Beispiel ein Gemälde zu malen, das auch im Ergebnis noch überzeugt? Ihr könnt diese Herausforderung zwar annehmen, habt aber zur Sicherheit lieber auch einen Plan B in der Tasche, wenn das ganz große Gemeinschaftsprojekt doch nicht durchsetzbar sein sollte. Und vergesst vor allem eines nicht – egal, ob ihr ein Komitee für das Abi-Denkmal gründet oder euch alle intensiv beteiligen wollt: Beginnt frühzeitig mit euren Planungen und der Umsetzung!

Feierliche Enthüllung des Abi-Denkmals: Wann und wie?

Verhüllte Skulptur auf Stein

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Mit Sicherheit wollt ihr am liebsten direkt ab dem Moment, zu dem ihr eure Schule verlasst, in Erinnerung bleiben. Würde euer Abi-Denkmal erst fertig, wenn ihr schon länger die Schule nicht mehr besucht, könnte es hingegen von Beginn an etwas deplatziert wirken. Der letzte Schultag oder der Tag der Verleihung der Abi-Zeugnisse wäre also sicherlich besser dazu geeignet, das Abi-Denkmal anzubringen und zu enthüllen. Denkt bei der Wahl des Tages daran, dass ihr jeweils ein anderes Publikum zu erwarten habt: Am letzten Schultag sind auch die Schüler der anderen Klassen anwesend, am Tag der Zeugnisverleihung hingegen eher „nur“ Lehrer, Eltern und ihr selbst. So oder so: Beide Tage sind euch gewidmet und könnten auch durch ihren Party- bzw. Festcharakter einen guten Rahmen bieten.
Inszeniert die Enthüllung eures Abi-Denkmals also ruhig: Ihr könntet das Abi-Denkmal in Absprache mit der Schulleitung anbringen, wenn gerade kein üblicher Schulbetrieb herrscht, sodass die Schüler der anderen Klassen noch keinen Blick auf euer Kunstwerk erhaschen können. Damit das dann auch erst einmal so bleibt, wird das Abi-Denkmal am besten mit einer Plane oder etwas anderem Geeigneten bedeckt und von euch im Blick behalten, bis es feierlich enthüllt werden soll. Noch bevor ihr die Plane oder das Tuch lüftet, könnte einer von euch eine kurze Rede halten, in der er auch begründet, warum eure Wahl genau auf dieses Abi-Denkmal gefallen ist. So macht ihr es noch etwas spannender und sorgt zudem dafür, dass eure künstlerische oder sonstige Botschaft richtig verstanden wird.