Das bestandene Abitur ist ohne Frage ein Grund zum Feiern! Und häufig, wenn es etwas zum Feiern gibt, kommt man auch mit Bräuchen und Traditionen in Kontakt, die das Ereignis zu etwas ganz Besonderem machen sollen. So finden an vielen Schulen etwa Abi-Streiche und Mottowochen statt, noch bevor die Prüfungen geschafft sind. Nach den Prüfungen gelten selbstverständlich die Zeugnisverleihung und der Abi-Ball als der krönende Abschluss der Schullaufbahn. Es gibt aber noch weitere Traditionen, welche die Zeit um das Abitur herum bunt machen. Kennt ihr beispielsweise schon den Brauch, dass Freunde und Verwandte der angehenden Abiturienten Abi-Plakate gestalten, die den Prüflingen Mut machen sollen? In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über diese kleine Tradition, aber auch darüber, in welchen anderen Kontexten Abi-Plakate gefragt sein könnten!

Familie wünscht viel Glück

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Abi-Plakate von Freunden und Verwandten

An manchen Schulen hängen zum Zeitpunkt der Abiturprüfungen nicht nur Schilder, welche die übrigen Mitschüler zu besonderer Ruhe im Schulgebäude auffordern, sondern auch Plakate, die den Prüflingen Mut machen sollen. Diese stammen natürlich nicht aus dem Schulsekretariat, sondern wurden von den Verwandten oder Freunden der Prüflinge gestaltet. Dabei darf es ungemein bunt zugehen: Abi-Plakate dieser Art zeigen häufig lustige bunte Figuren oder Abbildungen, aber auch witzige kleine Texte oder Sprüche. Familie und Freunde betätigen sich quasi als kleiner Fan-Klub des angehenden Abiturienten und feuern ihn mit den lustigen Plakaten zu Höchstleistungen an. Zwar ist dieser Brauch sicherlich nicht an jeder Schule verbreitet, er ist aber ohne Frage großartig: Die Abi-Plakate machen den Schülern der Abschlussklasse deutlich, dass sie nicht alleine sind und dass ihre Lieben an sie glauben und in der stressigen Abi-Zeit an sie denken. Ganz nebenbei sind die Abi-Plakate natürlich auch ein toller Blickfang für die Mitschüler, die sicherlich viel Zeit beim ausführlichen Betrachten derselben verbringen werden!

Verwandte und Freunde, die Plakate für gestresste Prüflinge entwerfen möchten, da dieser Brauch an der jeweiligen Schule gepflegt wird, sollten sich hierfür ausreichend Zeit nehmen. Dies gilt zum einen, da solche Abi-Plakate häufig recht groß sind und es somit viel zu malen und zu gestalten gibt (häufig halten Bettlaken als Unterlage her). Zum anderen, da Spruch und Motiv natürlich möglichst gut durchdacht werden sollten, bevor man zum Pinsel greift. Hierbei ist es auch Ziel, einen persönlichen Bezug zum angehenden Abiturienten herzustellen – dies kann alleine schon durch die Nennung des Vornamens erreicht werden, schöner ist es aber sicherlich, wenn sich in Motiv und Spruch noch weitere persönliche Bezüge finden lassen. Vielleicht ein Bezug zu den gewählten Leistungskursen, zu den Aktivitäten, die der Prüfling für die Zeit nach dem Abi eingeplant hat, zu persönlichen Hobbys oder zu dem Abi-Motto der Stufe? Darüber hinaus eignet sich für Abi-Plakate natürlich alles, was mit den Themen Durchhalten, Freiheit und Erfolg zu tun hat. Der Kreativität sind kaum Schranken gesetzt! Natürlich sollte aber unter anderem der Umstand, dass die Abi-Plakate später von allen Schülern und Lehrern des Gymnasiums gesehen werden, die kreativen Freunde und Verwandten davon abhalten, zu persönlich zu werden.

Abi-Plakate als Ankündigung für Abi-Partys und Abi-Ball

Plakate von Freunden und Verwandten sind natürlich nicht die einzigen Abi-Plakate, die es gibt. Häufig gestalten auch die angehenden Abiturienten selbst Plakate – etwa, um auf Partys aufmerksam zu machen, welche die Abi-Kasse füllen sollen, oder um an der Schule bekannt zu geben, wann der Abi-Ball stattfinden wird. Damit die Plakatgestaltung, aber auch die vielen anderen Aufgaben, die für die Organisation der unterschiedlichen Aktionen zum Schulabschluss anstehen, gelingen, werden in den Abiturklassen nicht selten Komitees gebildet. Ein Komitee kümmert sich dann beispielsweise um die Vorbereitung des Abi-Balls, das nächste um die Abi-Zeitung, ein weiteres um die Organisation des Abi-Streichs, eines um die Abi-Partys und so weiter.

Die Gestaltung der Abi-Plakate für den Abi-Ball könnte dann in den Aufgabenbereich des Abi-Ball-Komitees fallen, die Gestaltung der Abi-Party-Plakate in den des Abi-Party-Komitees. Steht die Stufe auf besonders aufwendige Abi-Plakate, könnte es aber natürlich auch sinnvoll sein, für dieses Aufgabenfeld ein eigenes kleines Komitee zu gründen – idealerweise mit solchen Schülern, die vielleicht auch künstlerisch und gestalterisch begabt sind. Oder die Aufgabe wird dem Komitee für die Abi-Zeitung zugeschrieben, da dieses sich ohnehin auch mit gestalterischen Fragen auseinandersetzen wird. Wichtig ist lediglich, dass die Aufgabenverteilung eindeutig ist und jeder weiß, was wann zu tun ist: So stehen die Chancen gut, dass jedes Komitee seine Aufgaben erfüllen kann und auch tolle Abi-Plakate entstehen.

Bemalung durch Abiturienten

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Erinnerungen an den Jahrgang

Wie ihr gemerkt habt, werden vielleicht auch euch in eurer Abi-Zeit viele kleine Kunstwerke begegnen. Abi-Plakate können dabei auch wunderbar als Erinnerungsstücke dienen: Packt sie euch nach ihrem Gebrauch doch mit anderen Fundstücken, die eure Schulzeit repräsentieren, in eine Erinnerungsbox. Diese könnt ihr immer dann wieder hervorholen, wenn ihr euch in eure Schulzeit zurückversetzen wollt. Natürlich könnt ihr die Abi-Plakate später auch eine Weile lang in eurem Zimmer aufhängen, um euch an ihnen zu erfreuen.

Abi-Plakate von Verwandten und Freunden oder solche, die euer Jahrgang selbst gestaltet, sind aber möglicherweise gar nicht die einzigen Kunstwerke, die euch in der Abi-Zeit begegnen! An manchen Schulen gibt es auch den Brauch, dass der Abiturjahrgang eine Wand in der Schule künstlerisch gestalten darf. Ein solches Wandbild gibt dann häufig auch das Abi-Motto wieder und wird mitunter auch durch Unterschriften aller Schüler aufgewertet. So dient es als Erinnerung an den Jahrgang und wird alle, die noch ein paar Jahre die Schulbank drücken müssen, erfreuen.

Falls es diese Tradition auch an eurer Schule gibt, sprecht euch frühzeitig mit den Verantwortlichen in der Schule und mit euren Mitschülern ab, damit auch euer Abi-Wandbild einen bleibenden Eindruck hinterlässt! Ist das Bemalen einer Wand an eurer Schule nicht vorgesehen, könntet ihr eventuell im Gespräch mit den Lehrern und übrigen Verantwortlichen anregen, eine andere Art der bleibenden Erinnerung für die Schule zu schaffen: Vielleicht begründet ihr ja die Tradition, dass in eurer Schule eine Wand mit gerahmten Fotos der Abschlussjahrgänge oder Ähnliches gestaltet wird. Fragt einfach einmal nach, was möglich ist! Betretet ihr dann nach Jahren einmal wieder eure Schule und seht euer Jahrgangsbild oder euer Wandgemälde ist dies einfach wunderbar!