Im Laufe eurer Schullaufbahn werdet ihr sicherlich immer mal wieder neue Mitschüler bekommen – etwa, da ein solcher neu in eure Stadt gezogen ist, die Schule gewechselt hat, eine Ehrenrunde drehen muss oder ihr selbst auf die weiterführende Schule wechselt. So richtig viele neue Gesichter lernt ihr nach Übergang auf das Gymnasium aber eventuell erst wieder mit Eintritt in die Oberstufe kennen: Sei es, da vielleicht einzelne Kurse gemeinsam mit benachbarten Schulen abgehalten oder einfach die alten Klassenverbände aufgelöst werden und ihr so mehr Kontakt zu den Schülern eurer ehemaligen Parallelklassen erhaltet.
In letzterem Fall habt ihr es zwar nicht unbedingt mit absolut Unbekannten zu tun, so richtig gut kennt ihr euch aber vielleicht auch noch nicht. Immer, wenn viele neue Schüler hinzukommen, können Kennenlernspiele helfen, das Eis zu brechen und mehr übereinander zu erfahren. Möchtet ihr mehr über Kennenlernspiele, aber auch über alternative Wege, neue Kontakte mit neuen Mitschülern zu knüpfen, erfahren, seid ihr hier genau richtig!

Sind Kennenlernspiele zu kindisch?

Zweiergruppen bilden als Kennenlernspiel

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Natürlich besteht die Möglichkeit, dass jeder von euch eine ganz individuelle Meinung über Kennenlernspiele hat. Der eine findet sie vielleicht unterhaltsam, der nächste denkt möglicherweise, dass Kennenlernspiele nur etwas für jüngere Schüler sind. Diesem Einwand lässt sich aber schnell der Wind aus den Segeln nehmen. Ihr müsst einfach die Kennenlernspiele wählen, die eurem Alter angemessen sind! Seid ihr schon etwas älter, haltet ihr vielleicht mehr von Kommunikation und steht nicht mehr so sehr auf allzu buntes spielerisches Treiben. In diesem Fall wäre möglicherweise ein Spiel etwas für euch, bei dem ihr in einem ersten Schritt Zweiergruppen bildet und jeder von euch das Einzelgespräch mit einem neuen Mitschüler sucht. Dieses Gespräch begrenzt ihr zum Beispiel auf fünf Minuten. Ziel ist es, in dieser kurzen Zeit möglichst viel über das Gegenüber zu erfahren. Dann kommt ihr alle zusammen und versucht anhand eurer Erkenntnisse, euer Gegenüber den übrigen Mitschülern vorzustellen. Kennenlernspiele dieser Art sind kommunikativ, aber durchaus auch spaßig: Sicherlich kommt so der eine oder andere lustige Fakt über eure Mitschüler zutage, der für wohlwollendes Amüsement sorgt und einlädt, weitere Gespräche zu führen. Zudem könnt ihr schnell gemeinsame Interessen entdecken und so möglicherweise auch rasch eure Schüchternheit überwinden. Bloßgestellt werden soll hingegen natürlich niemand bei solchen Kennenlernspielen!
Es gibt viele weitere Kennenlernspiele, bei denen die Kommunikation im Vordergrund steht und die daher auch für ältere, nicht mehr allzu verspielte Schüler super geeignet sind.

Recherchiert einfach ein wenig und unterbreitet entsprechende Vorschläge für Kennenlernspiele euren Lehrern und Mitschülern. Mögt ihr gar nicht spielen, könnt ihr natürlich auch auf eine klassische Vorstellungsrunde ausweichen, bei der jeder ein wenig über sich selbst erzählt. Weiter unten findet ihr weitere Alternativen zu Kennenlernspielen.

So werden Kennenlernspiele zu einem Erfolg!

Egal, für welche Kennenlernspiele ihr euch entscheidet, versucht auf jeden Fall, ein paar wesentliche Grundregeln einzuhalten, damit sich jeder integriert fühlt und eure Kennenlernspiele auch wirklich zu einem Erfolg werden. Kennenlernspiele erfüllen immer dann am besten ihren Zweck, wenn jeder mitmacht. Springt also ruhig einmal über euren Schatten – selbst wenn die jeweiligen Kennenlernspiele euch nicht 100-prozentig gefallen sollten oder ihr schüchtern seid. Wichtig für Kennenlernspiele ist zudem, dass ihr eure Offenheit unter Beweis stellt und vorurteilsfrei auf die Personen zugeht, die ihr kennenlernen möchtet. So stellt sich schnell eine angenehme Atmosphäre ein, die es euch allen erleichtert, über euren Schatten zu springen.
Vielleicht weiß nicht jeder Lehrer, dass ihr euch noch gar nicht so gut kennt, oder manch ein Lehrer geht davon aus, dass ihr euch schon abseits des Unterrichts kennenlernen werdet. So übersieht er eventuell, dass der Bedarf nach Kennenlernspielen gegeben ist. Informiert eure Lehrer also ruhig, falls ihr Kennenlernspiele zu Beginn einer Unterrichtsstunde durchführen möchtet. Sie werden wahrscheinlich nichts dagegen haben, solange das Ganze nicht ausufert. Dem Unterricht Kennenlernspiele voranzustellen, kann zudem durchaus auch förderlich für selbigen sein. Kennt ihr euch ein wenig, fällt es euch möglicherweise viel leichter, euch auf den Unterricht zu konzentrieren und euch unverstellt an diesem zu beteiligen. Und wer weiß, vielleicht lernt ihr auf diesem Weg ja direkt einen potentiellen Tanzpartner für den Abiball kennen.

Alternativen zu Kennenlernspielen

Kennenlernspiele können super in den Unterricht integriert werden, für das vertiefte Kennenlernen bieten sich aber auch noch einige andere Unternehmungen an, die zum Teil nicht zwingend in der Schule stattfinden müssen wie z.B eine Abifahrt. Hier kommen ein paar Beispiele für Unternehmungen, die anfängliche Kennenlernspiele sinnvoll ergänzen könnten:

  •  Projektarbeit zum Kennenlernen: Gegenseitiges Kennenlernen und der Unterricht lassen sich auch ein Stück weit miteinander verbinden. Steht zum Beispiel in einer neu zusammengestellten Klasse gerade eine Gruppen- oder Projektarbeit an, könntet ihr bewusst darauf achten, dass sich in jeder Gruppe Mitschüler befinden, die sich noch kennenlernen müssen. Durch das gemeinsame Arbeiten erfahrt ihr bereits viel übereinander und könnt so ganz nebenbei neue Kontakte knüpfen.

    Beim Essen genauer Kennenlernen

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  • Ein gemeinsames Frühstück zum Kennenlernen: Mögt ihr Kennenlernspiele nicht so sehr, wäre es auch eine tolle Idee, alternativ oder ergänzend einfach ein gemeinsames Frühstück durchzuführen. Jeder eurer Mitschüler kann etwas Leckeres mitbringen und ihr könnt das gemeinsame Gespräch suchen. So entsteht eine lockere Stimmung, die das Plaudern möglicherweise viel einfacher macht, als es der Fall bei einer mehr oder weniger offiziellen Vorstellungsrunde wäre.
  •  Eine Party zum Kennenlernen: Habt ihr euch durch Kennenlernspiele, ein gemeinsames Frühstück oder durch Projektarbeit in bunt gemischten Gruppen bereits etwas beschnuppert, könnte eine Party der krönende Abschluss der Kennenlernphase sein. So lernt ihr eure neuen Mitschüler nicht nur im etwas steifen Kontext der Schule, sondern auch in der Freizeit kennen. Und das ist natürlich besonders interessant! Plant die Party am besten gemeinsam – auch das bringt euch noch einmal ein Stück näher. Wir wünschen euch viel Spaß beim Kennenlernen und eine tolle gemeinsame Zeit in der Oberstufe!