Bald wird es ernst und die ersten Termine für eure Abi-Klausuren sind schon grob in Sicht? Wir fühlen mit euch und wünschen euch, dass ihr gut durch diese aufregende Zeit kommt! Doch wie man es dreht und wendet, eines steht jetzt natürlich ganz oben auf eurer To-do-Liste: das Lernen fürs Abi. Und genau bei diesem Unterfangen gibt es sicherlich keinen Königsweg: Jeder von euch hat im Laufe seiner Schullaufbahn bestimmt seine eigenen Strategien entwickelt, um sich Schulstoff anzueignen. Da die Aufregung beim Lernen fürs Abi allerdings besonders groß ist, sieht aber vielleicht auch gerade mancher von euch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. In diesem Fall helfen euch möglicherweise die folgenden Lerntipps, die wir für euch zusammengestellt haben, etwas mehr Struktur in die Lernphase zu bringen.

Ein gutes Lernumfeld

Das Lernen fürs Abi ist schon hart genug, warum solltet ihr diese anstrengende Phase also auch noch in einer unangenehmen Atmosphäre verbringen? Der erste unserer Lerntipps für euch lautet dementsprechend: Schafft euch ein gutes Lernumfeld, das zugleich behaglich, aber auch zweckmäßig ist und euch somit nicht von eurer Arbeit ablenkt. Wie das geht? Ganz einfach: Möchtet ihr in eurem Zimmer lernen, schafft am besten erst einmal Ordnung und räumt Dinge weg, die euch zu sehr ablenken könnten. Stellt euch ruhig etwas Nervennahrung – gerne etwas Gesundes –, etwas zu trinken und alle Lernunterlagen parat, damit ihr nicht ständig euren Schreibtisch verlassen müsst, um Kleinigkeiten zu besorgen. Und auch das Smartphone kann gerne ein paar Stunden am Tag ausgeschaltet sein, wenn ihr gerade fürs Abi lernen möchtet. Haltet euch aber nicht zu lange mit dem Schaffen eines perfekten Lernumfeldes auf: Diese Aufgabe soll schließlich nicht selbst zu einem Ablenkungsmanöver werden.

Überblick verschaffen und Lernstoff strukturieren

Schüler lernen

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Noch bevor es an das eigentliche Pauken geht, verschafft ihr euch am besten einen guten Überblick darüber, was ihr in den einzelnen Fächern fürs Abi lernen müsst. Diesen Stoff solltet ihr dann gut strukturieren, etwa indem ihr euch Thesenpapiere, Karteikarten, Plakate und Co. erstellt. So habt ihr schon einmal die Basis für das spätere richtige Lernen und das mehrfache Wiederholen des Stoffes geschaffen. Geht beim Zusammenstellen des Stoffes idealerweise weder zu pedantisch noch zu locker vor. Wer beim Lernen fürs Abi den Stoff bis ins Kleinste zerfasert und am liebsten alles perfekt lernen möchte, läuft schnell Gefahr, sich zu verzetteln und schlussendlich in Zeitnot zu geraten. Zu locker solltet ihr aber natürlich auch nicht vorgehen: Was in den Klausuren letztendlich drankommt, könnt ihr nicht genau wissen – auch wenn ihr starke Vermutungen hegt. Zudem kann es hilfreich sein, auch abseits des eigentlichen Stoffes mal nach rechts und links zu gucken: Wer weiß, vielleicht könnt ihr mit tollem Zusatzwissen zum Beispiel in der mündlichen Prüfung Extrapunkte sammeln? Einen Mittelweg zwischen „zu wenig“ und „zu viel“ zu finden, wenn ihr fürs Abi lernen müsst, ist zwar ohne Frage schwer. Führt euch aber auch einmal vor Augen, dass ihr es schon weit geschafft habt, und daher sicherlich auch ahnt, an welchen Stellen ihr gründlicher und an welchen ihr relaxter vorgehen könnt. Selbstkritik ist hier genauso gefragt wie Selbstvertrauen.

Zeitplan erstellen und einhalten

Habt ihr euch einen Überblick über das verschafft, was ihr in den einzelnen Fächern fürs Abi lernen müsst, seid ihr schon ein gutes Stück weiter. Nun könnt ihr auch im Groben abschätzen, wie lange ihr für welches Fach lernen müsst, um den Stoff zu verinnerlichen. Der dritte unserer Lerntipps richtet sich nun vor allem an diejenigen unter euch, die bereits des Öfteren beim Lernen Probleme mit dem Zeitmanagement hatten. Habt ihr Sorge, euch zu verzetteln und nicht alles fürs Abi lernen zu können, was ihr für wichtig erachtet, erstellt euch am besten einen Zeitplan. Legt dabei einzelne Etappen fest – etwa, bis wann ihr alle notwendigen Matheformeln gelernt haben wollt, bis wann welches Geschichtsthema abgehakt sein soll usw. Für welche Fächer ihr am meisten tun müsst, wann welche Klausuren anstehen und ähnliche Faktoren lassen sich im Zeitplan ebenfalls berücksichtigen, indem ihr Prioritäten setzt.

Steht euer Zeitplan, ist es wichtig, dass ihr euch beim Lernen fürs Abi auch an ihn haltet: Klar, vielleicht stellt sich jetzt heraus, dass euer Plan zu ehrgeizig war oder doch zu lau. In diesem Fall solltet ihr euren Zeitplan schon überarbeiten und neu strukturieren, gefährdet ihn aber nicht aus unwesentlichen Gründen – etwa, weil ihr einfach einmal keine Lust zum Lernen fürs Abi habt. Das könnte sich später böse rächen und in den letzten Tagen vor den Klausuren für zusätzlichen Stress sorgen, den niemand braucht. Und nun noch einer der schönsten Lerntipps: Belohnt euch, wenn ihr eine Etappe auf eurem Zeitplan hinter euch gebracht habt. Erledigt zwischendurch auch mal spaßige Aufgaben, wie die Arbeit an der Abizeitung. Das sorgt für mehr Motivation und somit dafür, dass ihr auch weiterhin am Ball bleibt!

Keine Panik, sondern regelmäßige Entspannung!

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Manch ein angehender Abiturient denkt, dass er sich in der Lernphase vor den Abiturklausuren in sein Zimmer einschließen und Tag und Nacht büffeln muss. Habt ihr allerdings rechtzeitig mit dem Lernen fürs Abi begonnen, bleiben euch solche Horrorszenarien sicherlich erspart. Auch aus einem anderen Grund ist es nicht sinnvoll, wochenlang ohne große Pausen zu büffeln: Irgendwann würde bei einem solchen Vorgehen ohnehin eure Aufnahmefähigkeit zum Erliegen kommen und es bestünde die Gefahr, dass ihr unnötigerweise in Panik verfallt, solange ihr euch nur um euch selbst und euren Lernstoff dreht. Die Phase am Ende eurer Schulzeit ist zwar natürlich wesentlich durch das Lernen fürs Abi geprägt, sie sollte aber auch keine Zeit der absoluten sozialen Isolation und Spaßfreiheit sein. Daher lautet der letzte unserer Lerntipps: Nach einem Tag, den ihr fleißig mit dem Lernen fürs Abi verbracht habt, sollte auch Entspannung und Abwechslung auf eurem Plan stehen! Streicht also nach Möglichkeit nicht jedes Sporttraining, nicht jeden Kinobesuch oder nicht alles andere, was euch Freude bereitet. Kleine Auszeiten – auch immer wieder gerne zwischen dem Lernen – verschaffen euch neue Kraft, um später oder am nächsten Tag wieder voller Energie fürs Abi lernen zu können. In diesem Sinne: Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Prüfungen!