Der Leistungsdruck für die Schüler in Deutschland hat enorm zugenommen. Das Schulsystem ist mittlerweile so ausgerichtet, dass kaum noch Freizeit für die Kinder übrig bleibt. Dies spüren auch die Eltern, die mittlerweile Alarm schlagen. Obwohl einige Elternhäuser für einen zusätzlichen Zwang nach guten Noten sorgen. Vollgepackte Lehrpläne und ein streng kalkulierter Zeitplan bestimmen obendrein den Tagesablauf der Schüler. Zudem haben die außerschulischen Verpflichtungen zugenommen, die zu einer weiteren Belastung führen. Der Druck ist bereits in der Grundschule vorhanden. Die Kleinsten haben schon erkannt, dass sie nur mit der entsprechenden Leistung effektiv weiterkommen. Trotzdem muss immer daran gedacht werden, dass es sich hierbei um Kinder handelt. Neben dem vollen Terminkalender brauchen sie dennoch einen gewissen Gegenpol. Der Schulstress darf nicht ihr Leben bestimmen, ansonsten können die Kinder und Jugendlichen auf Dauer an psychisch wie körperlichen Leiden erkranken.

Was bedeutet Schulstress eigentlich?

Der Verlauf von Schulstress kann bei jedem Kind und Jugendlichen anders verlaufen. Vorrangig fällt den Eltern als Erstes eine Veränderung an ihrem Kind auf. Ihr Sprössling wirkt angeschlagen und von Motivation ist weit und breit keine Spur mehr. Der Nachwuchs will in Ruhe gelassen werden und dabei zieht er sich immer mehr zurück. Dazu gesellen sich Konzentrationsschwierigkeiten und schlechte Laune. Werden des Weiteren die Noten schlechter und es ist ein Leistungsabfall erkennbar, dann ist das für die meisten Eltern ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Folglich stellen sich körperliche Probleme ein. Der Betroffene klagt häufig über Kopfschmerzen, Bauschmerzen und Schlafstörungen treten ebenfalls auf. Andere hingegen greifen vermehrt in den Süßigkeiten-Schrank. Unter Umständen stellt sich ein übermäßiger Konsum von Nahrungsmitteln ein. Es können außerdem Essstörungen auftreten.

Welche Ursachen können für Schulstress verantwortlich sein?

Mädchen als Außenseite

©123rf.com/profile_mandygodbehear

Die Liste der Ursachen für Schulstress kann ganz vielseitig ausfallen. Angefangen von Schlafstörungen, Migräne bis hin zu Essstörungen kann eine Menge passieren. Das Gefühl zu versagen, macht den Betroffen am meisten Angst. Unser heutiges Leben hat sich enorm verändert und die Gesellschaft hat hohe Anforderungen. Auch die Eltern verlangen von ihren Kindern einiges ab. Sie legen großen Wert darauf, dass ihr Mädchen oder Junge das Gymnasium besucht. Ob das Kind das überhaupt möchte oder dafür geeignet ist, spielt in diesem Moment keine Rolle. Das Hauptaugenmerk liegt bei den Eltern bei den Arbeitsplätzen. Sie denken schon weiter und möchten deshalb, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung absolvieren können. Doch schaut man ein wenig genauer auf den Tagesrhythmus eines Schülers, dann stellt man schnell fest, dass ein Schultag oftmals länger dauert, als ein Arbeitstag von einem Erwachsenen. Neben Klausuren, Vorträgen und Test müssen sich die Schüler darüber hinaus mit Lernen sowie Hausaufgaben beschäftigen. Kurzum der Schulstress hat drastisch zugenommen. Das wir in einer Ellenbogengesellschaft leben, das hat sich längst herumgesprochen. Jedoch ist diese Form schon bei den Kleinsten angekommen. Das unschöne Wort Mobbing findet immer öfters mehr an Bedeutung. Nur der Stärkere gewinnt und die Schwächeren bleiben auf der Strecke. Die Autoritätsperson, also der Lehrer, kann oder darf sich nicht mehr so durchsetzen, wie es vielleicht die früheren Generationen gekannt haben. Somit bleiben viele Aspekte auf der Strecke liegen.

Was kann gegen den Schulstress getan werden?

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind in einem stabilen Umfeld aufwachsen kann. Soziale Kontakte, Freunde und die Familie sind äußerst wichtig. So kann das Erstellen der Schülerzeitung die sozialen Kontakte in der Schule fördern. Denken Sie daran, dass Ihr Nachwuchs sich von den Strapazen der Schule erholen kann. Das Kind sollte deshalb über ausreichend Freizeit verfügen. Eine gesunde Ernährungsweise und ein sportlicher Ausgleich können wahre Wunder bewirken. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind und zeigen Sie ihm, dass Sie immer für den Sprössling da sind. Ist es erforderlich, dass ein Lösungsansatz her muss, weil ein Problem schwierig zu handhaben ist, dann ziehen Sie den Klassen- oder Vertrauenslehrer mit ein. Sprechen Sie ebenso ein Lob aus, wenn es angebracht ist. Auch der Trost sollte nicht fehlen, falls ein Test verhauen worden ist. Ausschimpfen oder Anschreien bringt in dieser Situation überhaupt nichts.

Hilft Nachhilfe gegen Schulstress?

Frau gibt Nachhilfe

©123rf.com/profile_elenathewise

Liegt eine Lernschwäche vor, dann sollten Sie über Nachhilfe nachdenken. Das ist äußerst hilfreich dabei, um den Lernstress in den Griff zu bekommen. Ihr Kind hat die Möglichkeit den Schulstoff regelmäßig besser vor- und nachzubereiten. Dabei wird die angestaute Unsicherheit abgelegt. Ihr Nachwuchs bleibt am Ball und geht zudem positiver in die Schule. Sie müssen selbst herausfinden, welche Nachhilfe am besten zu Ihrem Kind passt. Entweder entscheiden Sie sich für den Einzelunterricht oder die Variante in kleinen Gruppen. Die Nachhilfe kann gelegentlich oder regelmäßig erfolgen. Es kommt ganz darauf an, wie notwendig die Unterstützung ist. Verschiedene Verbände, Organisationen, aber auch einzelne private Nachhilfelehrer bieten ihr Wissen an. Im Internet werden Sie zudem mehr als fündig werden. Deshalb sollten Sie vorher prüfen, welches Angebot für Sie und Ihr Kind in Frage kommen könnte. Fest steht, wenn Sie diese Leistung in Anspruch nehmen, dann werden sich schon bald erste Erfolge einstellen.