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Schulabschlüsse an der Abendschule nachholen

Die Abendschule ist eine Einrichtung, die auf Weiterbildung von berufstätigen Erwachsenen spezialisiert ist. Der Unterricht findet größtenteils am Abend und an Samstagen statt. So kann beispielsweise die Fachhochschulreife erlangt werden, ohne dass das Arbeitsverhältnis gekündigt werden muss.

Die Schulform der Abendschule unterteilt sich in verschiedene Kategorien. Am Abendgymnasium kann man auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachholen. Als allgemeinbildende, staatliche Bildungseinrichtung gibt die Abendschule die Möglichkeit, berufsbegleitend den Abschluss nachzuholen. An der Abendschule können außerdem Sprachkurse absolviert und Meistertitel erworben werden.

Eine Abendschule bietet den großen Vorteil, dass der Bildungsweg berufsbegleitend ist. Die Fachhochschulreife oder auch andere Abschlüsse können so in den Abendstunden erlangt werden ohne finanzielle Einschnitte zu tragen. Zudem kann der höhere Abschluss eventuell zu verbesserten Karrierechancen am Arbeitsplatz führen. An der Abendschule wird der Unterricht von qualifizierten Lehrern durchgeführt, die bei jeglichen Anfragen beratend zur Seite stehen. Ein weiterer Vorteil ist das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten und der Informationsaustausch, sowie die Bildung gemeinsamer Lerngruppen, um die Abendschule möglichst erfolgreich abzuschließen. Um die Doppelbelastung zu meistern, muss man ein hohes Maß an Durchhaltevermögen aufbringen, was in einer positiven Atmosphäre deutlich leichter fällt. Auch Eigenmotivation und Selbstdisziplin wird den Teilnehmern an der Abendschule abverlangt, denn während sie des Abends noch Konzentration aufbringen und lernen müssen, können Ihre Kollegen bereits relaxen. Jedoch kann ein gutes Organisationsvermögen die Zeitspanne des Besuchs an der Abendschule deutlich erleichtern, um alltägliche Dinge, zu denen nur noch eingeschränkt Zeit bleibt, zu erledigen.

Unterricht an der Abenschule

Matej Kastelic / Shutterstock.com

Der Besuch der Abendschule

Nach erfolgreicher Bewerbung und Aufnahme ist das Unterrichtspensum am Fachgymnasium in Vollzeit mit in der Regel fünfunddreißig Wochenstunden zu meistern.

Um eine Abendschule besuchen zu können, müssen von den Bewerbern einige Voraussetzungen erfüllt werden. Möchte der Bewerber die Fachhochschulreife im zweiten Bildungsgang erwerben, muss ein Haupt- oder Realschulabschluss vorhanden sein. Weiterhin sollten Nachweise über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine zweijährige Berufserfahrung vorliegen. Bei Anmeldung beträgt die Mindestaltersgrenze neunzehn Jahre. Außerdem muss der angehende Schüler berufstätig oder bei der Agentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet sein. Teilnehmer einer Abendschule dürfen auf keinen Fall parallel eine allgemeinbildende oder berufliche Schule besuchen. Vor Anmeldung bei der ausgesuchten Abendschule sollte man sich über Anforderungen und Voraussetzungen noch einmal genauestens informieren, da diese je nach Standort variieren können.

Der Weg zum erfolgreichen Abschluss der Abendschule

Die meisten Abendschulen haben bei der Ausbildung zur Fachhochschulreife eine Struktur, die sich in drei Phasen teilt: Den Vorkurs, die Einführungsphase sowie die eigentliche Kursphase. Gewünscht von den Abendschulen ist, dass sich, beginnend mit der Einführungsphase, alle Kursteilnehmer auf dem gleichen Wissensstand befinden. Am Vorkurs teilnehmen müssen daher Hauptschulabsolventen, sowie Schüler, die nicht über ausreichend Kernfächerkenntnisse verfügen. Die Einführungsphase wird zur Wiederholung und Auffrischung des früher angeeigneten Schulwissens genutzt, die Basiswissensgrundlage wird geschaffen, um in die Qualifikationsphase einzutauchen. Diese vermittelt in einem Jahr idealerweise alle Inhalte wie die reguläre gymnasiale Oberstufe auch. Jedoch wird keine Abschlussprüfung abverlangt, es wird lediglich ein schriftlicher Nachweis über das erfolgreiche Erreichen des schulischen Parts der Fachhochschulreife erwartet. Die vollständige Anerkennung des Fachabiturs erfolgt mit dem erbrachten Nachweis des fachpraktischen Teils. Dieser kann durch Berufstätigkeit oder ein Fachpraktikum erbracht werden. Um die Fachhochschulreife an einer Abendschule zu erwerben, muss man also abhängig von der schulischen Vorbildung von einer Schulzeit von zwei bis drei Jahren ausgehen. In dieser Zeit sind durchschnittlich fünfundzwanzig Wochenstunden in der Abendschule abzuleisten. Die Mühen lohnen sich, denn mit dem anerkannten Abschluss der Abendschule ist es möglich, sich an allen deutschen Fachhochschulen um ein Studium zu bewerben.