Gründe für eine Abitur Nachprüfung

Die Gründe für eine Abitur Nachprüfung können von verschiedener Natur sein. Entweder möchte der Abiturient das Abitur retten, weil er kurz vor dem Durchfallen steht oder stellt sich der Abitur Nachprüfung freiwillig um den letztendlichen Abitur Durchschnitt zu verbessern.

Hat der Prüfling also eine Abiturklausur in den Sand gesetzt und ist sich sicher, dass er aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ein besseres Ergebnis erzielen kann, bekommt er bei der Abitur Nachprüfung eine zweite Chance. Er muss sich demnach freiwillig zu der Abitur Nachprüfung anmelden, dazu sollte man sich aber eingehend mit den Regeln beschäftigen, damit das Endresultat nicht schlechter ausfällt als vor der freiwilligen Leistung. Die Abitur Nachprüfung kann aber auch verpflichtend sein, wenn das Ergebnis der Prüfungen zum Bestehen nicht ausreichend ist, die erreichte Punktzahl der Qualifikationsjahre aber der Pflichtpunktzahl entspricht. Wird diese Prüfung auch nicht bestanden, heißt das allerdings – durchgefallen. Die Regelung zu der verpflichtenden Abitur Nachprüfung sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und richten sich nach der entsprechenden Prüfungsordnung.

Die freiwillige Abitur Nachprüfung

Um sich für eine freiwillige Abitur Nachprüfung anzumelden, bleibt im Normalfall nicht viel Zeit zum Überlegen. Einen Tag nach dem Erhalt der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung muss ein schriftlicher Antrag zur Anmeldung der gewünschten Abitur Nachprüfung eingereicht werden. Nach der Verkündung der gesamten Ergebnisse sollte man sein Abischnitt errechnen und prüfen, ob eine Verbesserung realistische Chancen hat. Sollte man sich diesbezüglich nicht sicher sein, ist es möglich den Berater der Qualifikationsstufe oder im gegebenen Fall den Fachlehrer aufzusuchen, um sich beraten zu lassen. Denn bevor man die Anmeldung zu einer freiwilligen Abitur Nachprüfung einreicht, sollte man sich genau informieren wie viele Punkte notwendig sind, um seinen Durchschnitt zu verbessern. Ist es unrealistisch, die erforderliche Punktzahl in der Abitur Nachprüfung zu erreichen, sollte die Anmeldung nicht erfolgen. Denn gemäß der Prüfungsordnung kann man sich durch eine freiwillige Abitur Nachprüfung nicht nur verbessern sondern auch verschlechtern. Die Anmeldung ist außerdem verbindlich und das Ergebnis der Abitur Nachprüfung muss in den Abitur Durchschnitt einbezogen werden. Eine freiwillige Abitur Nachprüfung ist mit großem Aufwand verbunden, es sollte daher genau durchdacht werden, ob die Anmeldung sinnvoll ist. Besteht allerdings die Möglichkeit, sich durch die Abitur Nachprüfung auf eine niedrigere Zahl vor dem Komma zu verbessern und man ist überzeugt, dass man die dafür benötigte Leistung erbringen kann, sollte einer Anmeldung nichts im Weg stehen.

Mit der Abitur Nachprüfung kann man sein Abi retten oder verbessern

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Rettung des Abitur durch die Abitur Nachprüfung

Die Abitur Nachprüfung kann bei manchen Abiturienten das Abitur retten, im Falle eines Totalversagen in einer Abiturklausur kann die Nachprüfung sogar verpflichtend sein. Generell gilt länderübergreifend, dass durch die Abiturklausuren eine Mindestgesamtzahl von einhundert Punkten erreicht werden muss. Dabei ist zu beachten, dass die Ergebnisse vierfach gewertet werden. Erreicht man also in jeder Prüfung nur fünf Punkte (was einem „ausreichend“ entspricht), hat man bei entsprechenden Vorpunkten das Abitur bestanden. Erreicht man diese Mindestpunktzahl aber nicht, wird man verpflichtet eine Abitur Nachprüfung abzulegen, was natürlich auch im Sinne des Abiturienten ist, um die allgemeine Hochschulreife doch noch zu erreichen. Bei einer Abitur Nachprüfung sollte man sich vor der Anmeldung genau mit den aktuellen Gegebenheiten und den möglichen Ausgängen beschäftigen, um den wichtigen Abitur Durchschnitt nicht unnötig zu verschlechtern.